Newsletter der Initiative Essbare Stadt Böblingen

Juli 2O2O

 

 

Liebe Freundinnen und Freunde der Initiative Essbare Stadt Böblingen,

wie auch in den letzten Monaten möchten wir Euch auch im Juli wieder mit aktuellen Ankündigungen zu unseren geplanten Aktivitäten sowie Informationen rund um das nachhaltige Gärtnern versorgen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Picknick der Initiative Essbare Stadt im Böblinger Stadtgarten am Freitag, 3. Juli 20

Wir laden zum Mitbring-Picknick in den Böblinger Stadtgarten am Freitag, den 3. Juli, von 17 bis 19 Uhr ein. Treffpunkt ist am Wasserspielplatz Siebeneck im Stadtgarten (siehe Karte). Sollte das Wetter sehr unpassend sein, wird das Picknick eine Woche später stattfinden, am Freitag, 10. Juli. Aktuelle Informationen zum Termin und ob er verschoben wird oder nicht, werden auf unserer Webseite kurzfristig bekannt gegeben:

essbare-stadt-bb.de/#termine

Jede/jeder bringt etwas zu essen und zu trinken für sich und zum Teilen mit, Geschirr und Besteck für sich, sowie Sitzgelegenheit bzw. eine Picknickdecke. Willkommen sind alle, die mitmachen möchten.
Um die Corona-Regeln einzuhalten, können max. 10 Personen teilnehmen

 

Nachhaltigkeit unterwegs entdeckt

Dieser Staketenzaun mit Blumentöpfen wurde bei einer Radtour im Juni in Poltringen entdeckt. Faszinierend ist die Gartentür, die im Rahmen die Teile eines alten Rennrads im wahrsten Sinn des Wortes up-cycelt.

Wildkräuter im Juli: Spitzwegerich

Der Spitzwegerich ist ein weit verbreitetes Wiesenkraut. Weil er sonnige oder halbschattige Standorte mit nährstoffreichen Böden liebt, findet man ihn häufig auf Wiesen, an Wegrändern, Waldlichtungen, sowie auf einigen Brachflächen. Er hat charakteristische schmale, lanzettenähnliche Blätter und ährenförmige Blütenstände mit kleinen weißen Blüten, die von Mai bis Ende September erscheinen.

Er zählt zu den wichtigsten Arzneipflanzen und wurde bereits in der Antike und auch im Mittelalter für viele innere und äußere Beschwerden eingesetzt. Seine Inhaltsstoffe haben u.a. antibakterielle, pilztötende und schleimlösende Eigenschaften.

Die Blätter des Spitzwegerichs und auch die zarten Blütenknospen schmecken sehr aromatisch, der Geschmack erinnert an Champignons, und man kann sie wunderbar Salaten beimischen. Die Blätter sollte man wegen der starken Längsfasern quer zur Faser in dünne Streifen schneiden. Frische Spitzwegerichblätter lindern sehr gut den Juckreiz und die Schwellung von Insektenstichen, wenn man sie zu Brei zerstampft oder zerkaut und als Brei auf den Stich aufträgt. Wanderer haben diese Heilpflanze fast immer in Reichweite, was sehr praktisch ist, wenn man unterwegs einen Insektenstich versorgen muss.

Angebote zum selber Gärtnern und Ernten

Böblingen bietet mehrere Möglichkeiten für HobbygärtnerInnen.

 

Saatgut sammeln

Nach der Blüte: Blumensamen fürs nächste Jahr sammeln! Wer Saatgut für die nächste Gartensaison sammeln will, um Blumenwiesen anzulegen oder Saatgutbomben zu bauen, sollte im August schon anfangen. Wenn Mohn, Akelei und Lupinen verblühen und die Samenstände reifen, ist die beste Zeit dafür. Das gilt gerade für seltene Pflanzen oder solche, die im Handel schwer zu bekommen sind und es ist sehr kostengünstig.

Hier einige Tipps zum Ernten und Sammeln von Blumensamen.

  • Die Samenernte kann beginnen, sobald die Pflanzen verblüht sind.
  • Die reifen Samenstände werden abgeschnitten, kurz bevor die Saat herausfällt oder vom Wind fortgeweht wird. Erkennbar ist der richtige Erntezeitpunkt daran, dass sich die Fruchtstände bräunlich färben. Nur ausgereifte Samen zeichnen sich durch eine gute Keimfähigkeit aus.
  • Bei trockenem Wetter werden die Kapseln in einer Tüte oder einem Briefumschlag gesammelt. Alternativ kann man auch die alten Blütenstiele komplett abschneiden und mit den Köpfen nach unten in eine Schale oder Schüssel legen, wo sie trocknen können. So gehen keine Blumensamen verloren und nach einigen Tagen lassen sich die einzelnen Samenkörner ganz leicht aus den vertrockneten Fruchthüllen schütteln.
  • Welche Jahreszeit sich zum Aussäen am besten eignet, hängt von der Pflanze ab. Kaltkeimer wie Mohn oder Akelei sollten im Herbst gesät werden, alle anderen Pflanzen im Frühjahr. Verschiedene zweijährige Arten wie Fingerhut, Stockrose oder Nachtkerze wiederum werden gleich nach der Ernte ausgesät.

Eine Offene Werkstatt für Böblingen/Sindelfingen

Aktuell gründet sich eine neue Initiative, die im Raum Böblingen eine Offene Werkstatt im Stil des Stuttgarter Hobbyhimmels ins Leben rufen möchte. Im Sinne der Sharing Economy sollen dort Maschinen, Geräte, Werkzeuge und Platz zur Verfügung gestellt werden, mit denen nicht nur repariert, sondern auch eigene Ideen handwerklich umgesetzt werden können.

Handwerk, Kunst, Reparatur, Recycling, Technik und vieles andere gehört dazu. In Zeiten, in denen Konsum und Überangebot regieren und eine Wegwerf- und Geizgesellschaft entstanden ist, soll ein Ort geschaffen werden, der in genau die konträre Richtung zielt. Selbermachen, Reparieren statt Wegwerfen, Ressourcen teilen sind die drei Hauptargumente im Bereich Nachhaltigkeit. Auf persönlicher Ebene kommen weitere Faktoren dazu: eine Offene Werkstatt fördert die Kommunikation und verbindet die Menschen. Sie können die Freude am Handwerk (wieder)entdecken. Man kann dort von anderen lernen oder anderen etwas beibringen und immer wieder neuen Menschen begegnen und sich technischen und handwerklichen Herausforderungen stellen und sie meistern.

Interessierte finden unter www.owbb.de mehr Informationen.

Orgatreffen

Das nächste Orgatreffen der Initiative Essbare Stadt Böblingen findet am Donnerstag, den 23. Juli 2020 um 19 Uhr statt. Dieses Mal werden wir uns wieder online per Jitsi-Meeting treffen. Aktuelle Termine sind wie immer auf unserer Homepage zu finden. Wir beginnen mit einem kurzen Vortag zu einem wechselnden Schwerpunktthema mit anschließendem Austausch, bei Interesse bitte einfach vorher bei uns melden.

Wir wünschen Euch einen schönen Juli, sommerliche Grüße von der Initiative Essbare Stadt Böblingen,
Rainer Marekwia

Initiative Essbare Stadt Böblingen
Für eine lebenswerte, lebendige und zukunftsfähige Stadt

 

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